Glossar
Fachbegriffe für hochwasserzentralen-cli und die LHP-PublicAPI. Bibliotheks- und technische
Begriffe (Transport, RequestEngine, …) stehen in
DEVELOPING.md.
LHP (Länderübergreifendes Hochwasserportal)
Das gemeinsame Hochwasserportal der Bundesländer, online unter https://www.hochwasserzentralen.de. Jedes Land betreibt eine eigene Hochwasserzentrale; das LHP bündelt deren Warnungen und Pegeleinstufungen zu einem bundesweiten Gesamtbild und veröffentlicht es über die LHP-PublicAPI, die diese CLI einbindet. Die Daten stehen unter CC BY 4.0 – siehe DATA_LICENSE.md.
AlertArea vs. Station
Die zwei Arten von Einträgen der API:
- AlertArea (
hochwasser alerts) – ein regionales Warngebiet: ein Polygon (Flussabschnitt, Region oder ein ganzes Land) mit der aktuellen amtlichen Hochwasserwarnung des Landes dafür: Überschrift, Link zum Portal des Landes, Warnklasse, optional ein vollständiger CAP-Block. Null Warngebiete = keine aktiven Warnungen. - Station (
hochwasser stations) – ein einzelner Pegel mit seiner aktuellen Hochwasser-Einstufung. Rund 1.600 Pegel bundesweit (1.573 am 15.09.2026;situationnennt die aktuelle Zahl alstotalStations). Keine Wasserstände – das LHP veröffentlicht nur die Klasse. Gemessene Wasserstände liefert pegel-online-cli (vielestationLinks verweisen sogar auf pegelonline.wsv.de). Ein Pegel an einer Landesgrenze kann doppelt aufgeführt sein, einmal je meldendem Land, mit denselben Koordinaten und unterschiedlichen IDs (z. B.HE_25700100undRP_25700100, Kaub).stateClassNameist die eigene Bezeichnung des Landes für die Klasse:--lang enübersetzt sie nicht, und Rheinland-Pfalz liefert sie mit einer HTML-Entität (<für<).
lhpClass – zwei verschiedene Skalen!
Die wichtigste Falle dieser API: Warnungen und Pegel verwenden unterschiedliche
lhpClass-Skalen und unterschiedliche Typen.
Pegelskala (stations, numerische lhpClass, auch von --min-class
und situation verwendet):
| lhpClass | Bedeutung |
|---|---|
4 |
Sehr großes Hochwasser |
3 |
Großes Hochwasser |
2 |
Mittleres Hochwasser |
1 |
Kleines Hochwasser |
0 |
Kein Hochwasser |
-1 |
Derzeit keine Daten |
null |
Ohne Hochwasser-Einstufung |
null steht nicht in der legend, kommt live aber vor (216 von 1.573 Pegeln am 15.09.2026, die
meisten in MV). situation zählt diese Pegel im Bucket "-1", --min-class filtert sie
unabhängig vom Wert heraus, und der GeoJSON-Export lässt bei ihnen die Eigenschaft lhpClass weg.
Warnskala (alerts, lhpClass ist ein String, z. B. "4"):
| lhpClass | Bedeutung |
|---|---|
"6" |
Sehr großes Hochwasser |
"5" |
Großes Hochwasser |
"4" |
Hochwasser |
"2" |
Vorwarnung |
"1" |
Entwarnung |
Vergleichen Sie die Klasse einer Warnung nie numerisch mit der Klasse eines Pegels, und denken
Sie daran: lhpClass: "1" bei einer Warnung ist eine gute Nachricht (Entwarnung), während
lhpClass: 1 bei einem Pegel ein kleines Hochwasser bedeutet. Jede Antwort enthält eine eigene
legend, die den Klassen Namen und Farben zuordnet – nutzen Sie sie, statt Werte fest
einzuprogrammieren.
lhpClass vs. Meldestufen
Jedes Bundesland legt eigene lokale Warnstufen fest (Meldestufen / Alarmstufen – z. B.
Meldestufe 1–4 in Bayern, Alarmstufe I–IV in Brandenburg). Die LHP-Klasse ist die
vereinheitlichte, bundesweite Skala, auf die das Portal diese abbildet, damit die Länder
vergleichbar sind. Das Portal des jeweiligen Landes (die Ziele von alertLink /
stationLink / stateLinks) spricht in lokalen Meldestufen, diese API in lhpClass. Behandeln
Sie sie nicht als austauschbare Zahlen.
CAP (Common Alerting Protocol)
Das internationale OASIS-Standardformat für öffentliche Warnungen (auch von DWD und BBK/NINA
verwendet). Mit --cap enthält jede Warnung einen cap-Block:
identifier, sender, sent, status, msgType (Alert/Update/Cancel),
references und ein info-Objekt mit severity (Minor/Moderate/Severe/Extreme),
urgency, certainty, onset/expires, headline, description, instruction
(Handlungsempfehlung), web und contact. Das Feld instruction ist für Endnutzer der Teil,
nach dem sie handeln können.
Länderkürzel der Bundesländer
Der Filter --states akzeptiert eine kommagetrennte Teilmenge dieser 16 Kürzel
(Groß-/Kleinschreibung egal; validiert – ein Tippfehler endet mit Exit-Code 2, statt
stillschweigend alles zurückzugeben):
| Kürzel | Land | Kürzel | Land |
|---|---|---|---|
BB |
Brandenburg | NI |
Niedersachsen |
BE |
Berlin | NW |
Nordrhein-Westfalen |
BW |
Baden-Württemberg | RP |
Rheinland-Pfalz |
BY |
Bayern | SH |
Schleswig-Holstein |
HB |
Bremen | SL |
Saarland |
HE |
Hessen | SN |
Sachsen |
HH |
Hamburg | ST |
Sachsen-Anhalt |
MV |
Mecklenburg-Vorpommern | TH |
Thüringen |
Die IDs der Einträge beginnen mit dem Länderkürzel (BY_577, BE_5803500); die stateId
eines Pegels hat die Form nach ISO 3166-2 (DE-BE), und stateLinks ordnet diese IDs dem
jeweiligen Hochwasserportal des Landes zu.
Envelope-Felder (Namensnennung & Aktualität)
Jede Antwort verpackt ihr data in einen Envelope mit source / sourceName (das LHP),
licence / licenceName (CC BY 4.0), updated (der Zeitstempel der Daten – zeigen Sie
ihn an, die Lizenz verlangt es), lastModified, einer legend und einer bbox
(in der Live-API [west, north, east, south], ein fester Rahmen um Deutschland, unabhängig vom
Filter). updated und lastModified tragen immer den Offset +01:00, auch im Sommer; der
Zeitpunkt stimmt, rechnen Sie ihn also vor der Anzeige in deutsche Ortszeit um. Diese CLI
entfernt diese Felder nie. Ihr GeoJSON-Export übernimmt die Namensnennung und updated als
Foreign Members und berechnet eine eigene bbox aus den exportierten Features, in der
Reihenfolge nach RFC 7946 [west, south, east, north].
Pegel / Wasserstand (was diese API NICHT hat)
Ein Pegel ist eine Messstelle für den Wasserstand. Das LHP nennt Ihnen die Hochwasser-Klasse
jedes Pegels, nicht seinen Wasserstand in Zentimetern. Wasserstände, Abflüsse und Messverläufe
für die Bundeswasserstraßen kommen von PEGELONLINE (WSV) – Schwester-CLI:
pegel-online-cli (pegel current BONN usw.).
Testsystem
https://api.hochwasserzentralen.de/public/v1/test – dieselbe API mit festen, vorgefertigten
Daten, die immer aktive Warnungen enthalten. Erreichbar mit
--base-url …/public/v1/test. Behandeln Sie die Ausgabe nie als tatsächliche Lage.